Kurzantwort
Mit der Zeit kommen doch schon einige Gerätschaften zusammen.
Angefangen mit einer kleinen 1610 CNC standen mittlerweile drei Hobby-CNC-Maschinen in meiner Werkstatt. Nach verschiedenen anderen 3D-Druckern war außerdem ein Creality Ender 3 dazugekommen.
Und insgesamt passten diese Maschinen erstaunlich gut zusammen.
Es gab immer wieder etwas, das sich auf dem Ender 3 drucken und anschließend an einer der CNC-Maschinen verwenden ließ.
Von einfachen Gehäusen für die Steuerungen bis zu praktischem Zubehör.
Zwei Beispiele möchte ich hier zeigen.
Ein besserer Lüfter für die Frässpindel
Auf einer meiner CNC-Maschinen arbeitete eine 500-W-Frässpindel.
Für kleinere Arbeiten und insbesondere bei Kunststoff war ich mit dieser Spindel durchaus zufrieden. Bei längeren Fräsarbeiten fiel mir allerdings auf, dass ihre Kühlung nicht besonders wirkungsvoll erschien.
So sah der originale Lüfter aus:

Die geraden Lamellen verteilten die Luft für meinen Geschmack nicht besonders günstig in Richtung der Frässpindel.
Also musste eine andere Lösung her.
Ersatz aus dem 3D-Drucker
Auf Thingiverse fand sich damals schnell ein passendes Modell.
Anders als beim vorhandenen Lüfter waren dessen Lamellen angewinkelt und leiteten die Luft stärker nach unten in Richtung der Spindel.
Also: herunterladen, drucken und ausprobieren.

Das Ergebnis überzeugte mich.
Mit dem gedruckten Lüfter blieb die Spindel bei meinen Versuchen deutlich kühler.
Ein schönes Beispiel dafür, wie ein 3D-Drucker ein Problem an einer CNC-Maschine mit einem vergleichsweise einfachen Bauteil lösen konnte.
Das nächste Problem: Staub
Ein weiteres Projekt betraf die Staubabsaugung der CNC.
Wer schon einmal Holz oder Kunststoff gefräst hat, weiß, wie viel Staub und Dreck dabei entstehen können.
Da ich teilweise auch kleinere Arbeiten in meinem Arbeitszimmer erledigte, musste dafür eine Lösung her.
Die Absaugung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig fertig. Ein erstes Funktionsteil, das später an der Oberfräse montiert werden sollte, war aber bereits entstanden:


Über die komplette Absaugung wollte ich berichten, sobald sie fertiggestellt war.
Die eigentliche Symbiose
Genau diese kleinen Projekte zeigten für mich, wie gut sich unterschiedliche Fertigungsverfahren ergänzen können.
Die CNC musste nicht jedes benötigte Bauteil selbst herstellen. Ebenso war der 3D-Drucker kein isoliertes Gerät, auf dem ausschließlich eigenständige Druckprojekte entstanden.
Stattdessen konnte der Drucker Zubehör, Halterungen, Gehäuse oder Funktionsteile für die CNC liefern – und damit wiederum deren Möglichkeiten erweitern.
Ergebnis
3D-Druck und CNC-Fräsen waren für mich deshalb keine konkurrierenden Verfahren.
Sie ergänzten sich.
Und manchmal genügte bereits ein kleines gedrucktes Bauteil, um einem vorhandenen Werkzeug das Leben ein gutes Stück leichter zu machen.
Die perfekte Symbiose eben.
Technik verdient Klarheit.