Kurzantwort
Es war lange Zeit ruhig auf meinem Blog.
Das hieß natürlich nicht, dass sich bei mir nichts getan hatte.
Eigentlich war genau das Gegenteil der Fall.
Vermutlich war ich in den letzten Wochen und Monaten einfach ein wenig schreibfaul gewesen.
Hinter den Kulissen hatte sich an meiner Openbuilds OX Mini jedenfalls einiges verändert.
Endlich Endschalter
Fangen wir mit einem Punkt an, der schon eine ganze Weile auf der Liste stand:
Die kleine CNC hatte endlich Endschalter bekommen.
Schon lange zuvor hatte ich die dafür vorgesehene Platine fertigen lassen. Nachdem die Platinen anschließend einige Zeit eher unbeachtet auf meinem Schreibtisch gelegen hatten, kam ich endlich dazu, eine davon zu bestücken.
Mittlerweile waren alle Endschalter angeschlossen und die Platine mit meinem CNC Shield verbunden.
Damit funktionierte nun auch die Referenzfahrt unter Estlcam.
Für meinen weiteren Workflow war das ein wichtiger Schritt.
Wohin mit den zusätzlichen Kabeln?
Mit den drei zusätzlichen Endschaltern kamen natürlich auch weitere Kabel hinzu, die irgendwie ordentlich zur Elektronik geführt werden mussten.
Meine erste Idee war eine Schleppkette.
Diese Lösung verwarf ich allerdings wieder.
Da noch einige Meter Wellschlauch vorhanden waren, wollte ich zunächst diesen verwenden.
Also flugs in Fusion 360 eine passende Halterung konstruiert und alles montiert.

Mit dieser Lösung war ich zunächst sehr zufrieden.
Eine neue Frässpindel
Bis dahin hatte ich an dieser CNC eine 500-W-Spindel verwendet.
Für kleinere Arbeiten war sie vollkommen ausreichend. Trotzdem hatte ich immer wieder auf andere Frässpindeln geschielt.
Beim Bau der neuen Z-Achse hatte ich testweise bereits meine Mafell FM 1000 an der Openbuilds OX Mini montiert.
Dabei zeigte sich allerdings ein Problem.
Der gesamte Aufbau wurde für diese Maschine sehr hoch und es kam zu unangenehmen Schwingungen.
So wollte ich die Kombination nicht dauerhaft betreiben.
Die betreffende Z-Achse samt Mafell-Frässpindel wanderte deshalb schließlich an meine Shapeoko 2.
Teknomotor statt Mafell
Eher zufällig stieß ich anschließend auf die Frässpindeln von Teknomotor.
Nach einiger Recherche fand ich dazu durchaus unterschiedliche Meinungen. Letztendlich entschied ich mich trotzdem dafür, einen entsprechenden Fräsmotor auszuprobieren.
Da es sich um einen HF-Motor handelte, benötigte ich zusätzlich einen passenden Frequenzumrichter.
Zum Zeitpunkt meiner Bestellung konnte Sorotec diesen nach meiner damaligen Erfahrung nicht liefern. Deshalb bestellte ich zunächst einen Frequenzumrichter über eBay.
Irgendwann waren schließlich alle benötigten Teile zusammen.

Aluminium statt POM
Auch die Spindelaufnahme selbst hatte sich inzwischen verändert.
Die bisherige Spindelplatte aus POM ersetzte ich durch eine 6-mm-Aluminiumplatte.
Mit der Kombination war ich zunächst sehr zufrieden.
Trotz des Gewichts der Teknomotor-Frässpindel kam der NEMA-17-Motor der Z-Achse in meinem damaligen Aufbau gut damit zurecht.
Auf dieser CNC bearbeitete ich überwiegend Kunststoff und Holz. Für diesen Einsatzzweck passte die Kombination für mich gut.
Weitere Versteifungen
Ganz fertig war die kleine OX damit trotzdem noch nicht.
Das Portal verstärkte ich zusätzlich mit einem weiteren 2020-Profil.
Auch das Grundgestell bekam durch ein weiteres 2040-Profil zusätzliche Versteifung.
Weitere Tests sollten zeigen, wie sich diese Änderungen im praktischen Betrieb auswirkten.
Zwischenfazit
Aus einer einzelnen Änderung war damit wieder einmal ein ziemlich umfangreicher Umbau geworden.
Die Openbuilds OX Mini hatte nun:
- Endschalter und eine funktionierende Referenzfahrt,
- eine neue Kabelführung,
- eine Teknomotor-HF-Spindel mit Frequenzumrichter,
- eine Spindelplatte aus 6-mm-Aluminium,
- ein zusätzlich versteiftes Portal und Grundgestell.
Der wichtigste Punkt war für mich dabei nicht, möglichst viel an der Maschine zu verändern.
Die Änderungen entstanden jeweils aus konkreten Erfahrungen: fehlende Referenzierung, zusätzliche Kabel, Schwingungen mit dem hohen Mafell-Aufbau und der Wunsch nach einer für den überwiegenden Einsatz mit Holz und Kunststoff passenden Spindellösung.
Ausblick
Im ursprünglichen Beitrag hatte ich noch ein weiteres Video über die zwischenzeitlichen Änderungen angekündigt.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war dieses allerdings noch nicht fertig.
Damit blieb auch die Openbuilds OX Mini weiterhin das, was eine Hobby-CNC vermutlich ohnehin immer bleibt:
fertig genug zum Arbeiten – und gleichzeitig nie ganz fertig.
Technik verdient Klarheit.