Kurzantwort

Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich rast- und ruhelos bin. Aber einige Dinge waren noch zu erledigen – und neue Ideen gab es natürlich auch schon wieder.

Bevor ich mich dem nächsten Projekt hingab, wollte ich deshalb erst einmal das ein oder andere zu Ende bringen.

Also fangen wir doch einfach mal an!

Die nächste Cigar Box Guitar

Wie schon erwähnt, baute ich zu diesem Zeitpunkt an einer weiteren Cigar Box Guitar. Der Bau zog sich bereits eine ganze Weile hin.

Angefangen hatte ich einige Monate zuvor mit der Bearbeitung der Zigarrenkiste:

Diesmal hatte ich nicht den Fehler gemacht, ein zu großes Soundhole in die Box zu fräsen.

Ihr merkt es schon: Ich bin noch lernfähig. 👍

Pick-up und alle anderen benötigten Teile lagen ebenfalls bereits seit einiger Zeit im Regal.

Hals und Kopfplatte

Wie Hals und Kopfplatte aussehen sollten, hatte ich bereits beschrieben.

In diesem Zusammenhang hatte ich mich an diesem Tag auch noch einen Ast gefreut: Der neue Radiusfräser war angekommen!

Damit rückte die zuvor geplante 3D-Bearbeitung des Halses wieder ein gutes Stück näher. Vielleicht würde ich es am Wochenende sogar schaffen, die Teile fertigzustellen.

Das Griffbrett

Das Griffbrett war mittlerweile bereits fertig.

Dahinter steckte allerdings eine etwas kuriose Geschichte.

Es war schließlich nicht das erste Griffbrett, das ich gefräst hatte. Die Bundstäbe benötigten eine Schnittbreite von lediglich 0,6 mm – und beim vorherigen Versuch waren mir bei dieser Arbeit gleich mehrere Fräser abgebrochen.

Diesmal sollte mir das nicht noch einmal passieren.

Also bestellte ich vorsorglich ein 10er-Set mit 0,6-mm-Fräsern. Das kostete damals nicht einmal vier Euro.

Der Hintergedanke war klar:

Bricht wieder ein Fräser ab, habe ich noch genügend Ersatz.

Und dann brach keiner ab

Was soll ich sagen?

Nicht ein einziger Fräser ist abgebrochen.

Erwähnte ich schon, dass ich lernfähig bin? 🤔

Der entscheidende Unterschied war erstaunlich klein: Ich fuhr den Fräser nicht mehr direkt im 90-Grad-Winkel in das Holz, sondern verwendete eine Rampe von 10 Grad.

Erstaunlich, was solch eine Kleinigkeit bewirken kann.

Ergebnis

Das Griffbrett war fertig und mein vorsorglich angelegtes Fräserlager praktisch unangetastet geblieben.

Vor allem war der Versuch eine schöne Erinnerung daran, dass nicht immer Werkzeug oder Maschine das Problem sein müssen. Manchmal reicht eine kleine Änderung der Bearbeitungsstrategie.

In diesem Fall machte die Rampe den entscheidenden Unterschied.

Ausblick

Mit fertigem Griffbrett und angekommenem Radiusfräser waren nun wichtige Voraussetzungen für den nächsten Schritt vorhanden.

Als Nächstes warteten Hals und Kopfplatte – und damit genau die 3D-Bearbeitung, für die ich kurz zuvor noch mit meiner Halbkugel geübt hatte.

Technik verdient Klarheit.