Kurzantwort

Als Winterprojekt entstand 2021 ein eigener Laser-Engraver. Vorbild war ein Ortur Laser Engraver, dessen Konstruktion ich für das Openbuilds-System angepasst habe. Die benötigten Platten wurden nicht gedruckt, sondern aus Makrolon auf meiner CNC gefräst.

Ausgangslage

Ich hatte es ja schon angedeutet: Es gibt ein neues Projekt, welches nun endlich fertig ist.

Mir ist ja der neue Mac Mini dazwischen gekommen und ich habe die letzten Wochen das ein oder andere Programm getestet. Dazu werde ich aber noch einmal gesondert berichten.

Aber um was geht es nun genau?

Den Sommer und Herbst über habe ich eine weitere CNC gebaut. Es ist ein Nachbau einer Openbuilds OX in klein – genau genommen alles eine Nummer kleiner. Von den Profilen bis zu den Platten ist alles etwas kleiner.

Um den Winter dann irgendwie zu überbrücken – und um dem Lockdown ein wenig zu entkommen – musste halt etwas Neues her.

Ein Laser-Engraver.

Vom 3D-Druck zur CNC-Fräse

Ich hatte vor einigen Jahren schon einmal einen Laser-Engraver gebaut. Damals stand mir ein Daycom 3D-Drucker zur Verfügung. Damit habe ich die kompletten Bauteile erstellt.

Durch das Stöbern im Internet war ich auf den Ortur Laser Engraver aufmerksam geworden. Entsprechende DXF-Dateien habe ich teilweise gefunden. Bei den anderen Bauteilen bin ich ebenfalls im Netz fündig geworden.

Nur diesmal wollte ich alle Teile dafür fräsen.

In FreeCAD waren aus den STL-Dateien schnell die entsprechenden DXF-Dateien erstellt. Einige Anpassungen mussten noch dringend gemacht werden, da alle Maße dem Openbuilds-Standard entsprechen sollten.

Die Bauteile entstehen

Ein guter Freund hat mir dann Makrolonplatten gespendet, damit ich dieses Projekt kostengünstig umsetzen kann. Dafür noch einmal vielen Dank!

Das Fräsen der Platten gestaltete sich sehr problemlos. Die Ergebnisse waren wirklich sehr gut, alle Bauteile sind maßhaltig und ich konnte sie ohne Nachbearbeitung montieren.

Dazu noch zwei Bilder, damit man einen Eindruck davon bekommt.

Ergebnis

Damit war aus der Idee für ein Winterprojekt tatsächlich eine weitere Maschine für die Werkstatt geworden – diesmal mit gefrästen statt gedruckten Bauteilen.

Gerade die maßhaltigen Makrolonteile haben gezeigt, dass sich die vorhandene CNC nicht nur als eigenes Projekt, sondern inzwischen auch als Werkzeug für neue Projekte einsetzen lässt.

Empfehlung

Der Eigenbau war vor allem deshalb interessant, weil vorhandene Konstruktionen nicht einfach übernommen werden mussten. STL- und DXF-Daten ließen sich an das eigene Openbuilds-System anpassen und anschließend mit den bereits vorhandenen Möglichkeiten fertigen.

Rückblickend war das damit auch ein schöner Übergang: Die selbstgebaute CNC wurde vom eigentlichen Projekt zum Werkzeug für das nächste Projekt.

Technik verdient Klarheit.